Parallel zur Arbeit am Eiskind, habe ich als Teil einer Studierendengruppe der Bauhaus Universität schon im Oktober begonnen das Projekt DokuMedia vorzubereiten. Seit der vergangenen Woche sind wir mit diesem Projekt in die heiße Phase übergegangen. In folgendem blog können nun fast täglich neue Momente, Stimmen und Ergebnisse dieses Projektes gefunden werden.
DokuMedia ist ein Teil eines groß angelegten - und wie ich es gerne benenne: interinstitutionellen - Theaterprojekts mit dem Namen Grenztänzer. Da solche Projekte ja oft darunter leiden, dass man sie nur schwer auf den Punkt genau erklären kann (ohne zum Romanautor zu werden) möchte ich noch einmal zur projekteigenen Seite verweisen. Dort hat man sich bereits umfangreich bemüht zu erklären und zu zeigen was genau bei Grenztänzer eigentlich passiert
ein Monolog von Elisabeth Vera Rathenböck
Aufführungsdauer: ca. 90 Minuten mit Nachgespräch
Das Theaterfieber hat mich mal wieder gepackt. Diesmal in ungewohnter Rolle.
Regie & Bühne: Lucian Patermann
Es spielt: Gerda Lachmann Ton: Friedhelm Mund | Video & Foto: Simon Müller | Theaterpädagogik: Stefanie Heiner
Hier ein wenig unseres Studienmaterials:
„Schuld ist nur das Schönheitsideal?!“
Das Theater im stellwerk stellt sich mit dem Monologstück „Eiskind“ einem brisanten Thema: Magersucht und Bulimie bei Jugendlichen. Natürlich gibt es medial geprägte Schönheitsideale, denen junge Menschen entsprechen möchten. Oft schreibt man diesem äußeren Druck, schlank sein zu müssen, um als attraktiv zu gelten, die Verantwortung dafür zu, dass Mädchen und Jungen an Essstörungen erkranken. „Eiskind“ geht über solche Erklärungsversuche hinaus und sucht die Gründe dafür, dass Jugendliche nicht genügend Selbstvertrauen besitzen, um sich oberflächlichen Schönheitsbildern der Gesellschaft zu widersetzen, in dem komplexen Geflecht aus familiären und sozialen Beziehungen.
Mit der Aufführung des Stückes reagieren wir auf Untersuchungen, die nachweisen, dass inzwischen jedes dritte Mädchen zwischen 12 und 20 Jahren zumindest an Essstörungen im Anfangsstadium leidet. Auch Jungen in dieser Altersgruppe sind immer häufiger betroffen.
Mit Freude vermerke ich eine Teilnahme mit der Arbeit ‘baumbau zu babel’ an einer Ausstellung im Gaswerk, im Rahmen der ‘Mein Traum’-Abschlussveranstaltung der ‘Meine Kultur’-Aktionswochen der LAG-Soziokultur Thüringen.
‘baumbau zu babel’ ist dabei das aktuelleste Produkt und ein Auszug einer seit 2008 andauernden Auseinandersetzung mit dem Themenzyklus ‘babel’. Nach einer Reihe von Konzepten (letters of babel, letters to the sky) wird es die erste Arbeit zu dieser Auseinandersetzung sein die ich im Rahmen einer Ausstellung realisiere.
29. August 2009 Preisverleihung »KulturRiese 2009«